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Routing

Kategorie: NetzwerkkonfigurationErstellt: 02.10.2007 - 23:58 Geändert: 23.10.2007 - 23:50
Autor: Stefan Abu Salah
0Im folgenden Kapitel wollen wir uns anschauen, wie man unter Linux die für die Kommunikation wichtigen Routen verwaltet. Im Normalfall sollte diese Konfiguration automatisch (bzw. mittels dhcp) erfolgen, aber insbesonderer wenn mehrere Interfaces gleichzeitig in unterschiedlichen Netzen unterwegs sein sollen ist oft Handarbeit gefragt. An dieser Stelle soll nicht erklärt werden wie Routing genau funktioniert. Es werden ausschließlich die von Linux zur Verfügung gestellten Boardmittel erläutert werden.

route


Mit dem Programm route können Sie die Routen Ihres Systems verwalten. Es ist möglich alle erdenklichen Routen zu konfigurieren. Wir wollen uns nun anschauen wie genau dies funktioniert.

Die routing-Tabelle anschauen


Insbesondere wenn Probleme mit der Konnektivität des Systems auftauchen kann es hilfreich sein sich einmal die Routingtabelle anzuschauen. Ein einfaches route, ohne einen Parameter auf der Konsole abgesetzt, zeigt die derzeit vom System genutzte routing-Tabelle an.
root@london:/home/stefan# route

Kernel IP Routentabelle
Ziel Router Genmask Flags Metric Ref Use Iface
192.168.172.0 * 255.255.255.0 U 0 0 0 vmnet1
192.168.173.0 * 255.255.255.0 U 0 0 0 vmnet8
139.6.16.0 * 255.255.255.0 U 0 0 0 eth0
default 139.6.16.1 0.0.0.0 UG 0 0 0 eth0


Wenn Sie ihr eigenes System anpingen können, jedoch keinen anderen Rechner des Netzes, ist dies ein mögliches Indiz für falsch gesetzte Routen. Überprüfen Sie in diesem Fall unbedingt die default-Route.


Beispiele:

route add -net 127.0.0.0
Erzeugt die normale Loopbackroute mit der Netzmaske 255.0.0.0 (Netzwerk Klasse
A, ermittelt aus der Zieladresse) und assoziert sie mit der Schnittstelle lo
unter der Annahme, dass dieses Gerät vorher mit ifconfig(8) konfiguriert wurde.

route add -net 192.56.76.0 netmask 255.255.255.0 dev eth0
Legt eine Route zum Netzwerk 192.56.76.x über eth0 an. Die Angabe der Klasse C
Netzmaske ist in diesem Fall nicht nötig, 192.* Klasse C IP-Adressen sind. Das
Wort dev darf in diesem Fall ausgelassen werden.

route add default gw mango-gw
Legt eine Standardroute, d.h. eine Route die verwendet wird, wenn keine andere
Route passt, an. Alle Pakete über diese Route werden über mango-gw
weitergeleitet. Die Schnittstelle, die tatsächlich für diese Route verwendet
wird, hängt davon ab, wie mango-gw erreicht werden kann. Zuvor muss mango-gw
bereits über eine andere Route erreicht werden können.

route add ipx4 sl0
Legt eine Route zum Rechner ipx4 über die SLIP-Schnittstelle an. Dabei wird
angenommen dass ipx4 der SLIP-Rechner auf der Gegenseite ist.

route add -net 192.57.66.0 netmask 255.255.255.0 gw ipx4
Dieses Kommando sorgt dafür, dass das Netz 192.57.66.x über die obige Route
über die SLIP-Schnittstelle weitergeleitet wird.

route add 224.0.0.0 netmask 240.0.0.0 dev eth0
Dieses etwas obscure Beispiel wird hier dokumentiert, um zu zeigen, wie
Multicastrouten angelegt werden. Durch diese Route werden alle Pakete der
Klasse D (Multicast) über eth0 weitergeleitet. Diese die korrekte Konfiguration
für einen Kern mit Multicast-Unterstützung.

route add 10.0.0.0 netmask 255.0.0.0 reject
Dies installiert eine zurückweisende Route für das private Netzwerk 10.x.x.x.

Einige Optionen von route: 

-v
Schaltet ausführliche Ausgaben an

-n
Zeigt numerische Adressen an, d.h. es wird nicht mehr versucht
IP-Adressen in symbolische Hostnamen umzuwandeln. Dies kann z.B.
nützlich sein, wenn der Nameserver nicht mehr erreichbar ist, z.B. weil
keine Route existiert.

-e
Schaltet das Ausgabeformat von netstat(8) für die Anzeige der
Routentabelle an. -ee gibt eine sehr lange Zeile mit allen
Routenparametern aus der Routentabelle aus.

-net
Das Ziel ist ein Netzwerk

-host
Das Ziel ist ein Rechner

del
Löscht eine Route

add
Fügt eine Route hinzu

netmask NETMASK
Ändert die Netzwerksmaske der Route, die zugefügt werden soll

gw GATEWAY
Alle IP-Pakete für das Zielnetzwerk|system werden zum angegebenen
Router|Gateway weitergeleitet

dev INTERFACE
Erzwingt, dass die Route mit der angegebenen Schnittstelle
assoziiert wird. Ansonsten würde der Kernel selbstständig
versuchen, die Schnittstelle durch Überprüfung bereits
existierender Routen, Schnittstellenspezifikationen und der
Stelle, zu der die Route zugefügt wird. In den meisten
normalen Netzwerken wird dies nicht benötigt.


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